Aborigine-Kultur
Die Ureinwohner Australiens glauben an ein oder mehrere höhere Wesen, die das Land während der Traumzeit erschaffen haben. Felsenbilder, die Mythen und Legenden überliefern, bilden heute noch den kultischen Mittelpunkt einiger Sippen und Stämme. Die Kunst der Aborigines ist eng mit ihren Riten und Mythen verbunden. Auf ihren Bildern werden auch Alltagsszenen dargestellt; als Untergrund dienen verwiegend Felswände und Baumrinden. Bei der sogenannten Röntgenmalerei werden Organe, Knochen und Umrisse von Tieren und Menschen gezeichnet.
Australien ist Heimat mehrerer hundert Sprachgruppen, von denen jede mit dem Geist der Urahnen der Traumzeit verknüpft sind. Diese Urahnen werden gewöhnlich in Form von Totems australischer Tiere wie Kängurus, Emus oder Schlangen dargestellt.
Die Verbundenheit mit einem Ort oder einem Wesen bedeutet eine Verbundenheit mit allen Dingen, da die Traumzeit auf der ganzen Welt existiert. Traumzeit bedeutet, dass wir Menschen nicht von der Natur getrennt, sondern auf unzertrennliche Weise mit ihr vereint sind. Noch heute sehen sich die Aborigines als Teil der Erde und die Erde als Teil ihrer selbst.
Südaustralien ist der ideale Ort zur Entdeckung dieser alten Lebenskultur.






